Endlich mit der Operngala ist die theaterlose Zeit des Sommers vorbei!
Wer wird sich zur Gala mit wem zeigen? Wer hat eine Neue oder einen Neuen neben sich? Gibt es ausgefallene Garderobe zu bewundern? Und vor allem: Was werden sie singen, was wird das Loh-Orchester spielen? Bleiben Sie neugierig! Hier werden die Antworten auf die Eingangsfragen noch nicht verraten, also, wer sich zur Gala mit wem im Duett zeigt, oder welcher Publikumsliebling welchen Neuen auf der Bühne neben sich haben wird! Ein einziges Geheimnis sei hier allerdings schon gelüftet: Zur Operngala stellt sich mit Christoph Ehrenfellner erstmals der Composer in Residence seinem Publikum vor, der für drei Jahre das musikalische Geschehen in Nordthüringen bereichern wird.
Ein Intendanzwechsel bringt neue Gesichter und neue Ideen mit sich. Intendant Daniel Klajners neue Ideen knüpfen konzeptionell an Bewährtes an. Und so können die Besucher in der Operngala den Sängern begegnen, die sie durch die Spielzeit begleiten werden, und gleichzeitig ihre erste sinnliche Bekanntschaft mit dem zu erwartenden Repertoire machen. Folgen Sie den Sängern beispielsweise zur Bohème nach Paris oder zu Luisa Fernanda, einer spanischen Operettenheldin!
Übrigens: Dass wir diesen Abend als Gala bezeichnen, geht auf das altfranzösische gale für Vergnügen zurück. Der Vorname Gala dagegen leitet sich aus dem Griechischen her und steht für Ruhe und Stille.


Der Titel ist Programm: Selfie. Mathias Tretter, Träger des Deutschen Kleinkunstpreises, geißelt den Zwang zur Selbstinszenierung in der postdemokratischen Gesellschaft. Überall sieht er sich mit den schamlosesten Überhöhung des eigenen Ichs konfrontiert. Selbst Systemadministratorinnen und Kindergärtner präsentieren heute Lebensläufe und Hobbys, wie man sie vormals aus der Gala kannte. Dazu werden Selbstporträts ins Netz gestellt, die Kate Moss und George Clooney aussehen lassen wie fränkische Jugendherbergseltern. Mathias Tretter dagegen gibt sich dagegen selbtironisch-sympathisch bescheiden, wenn er zur Ich-Beschreibung aufgefordert auf das verweist, was die New York Times über ihn geschrieben hat: „Tretter’s Selfie: more fun than is healthy“.


