Events

Hier können Sie alle bei uns gelisteten Veranstaltungen chronolgisch geordnet sehen. Unter „Kategorie“ können Sie nach betimmten Kriterien filtern, unter „Stream“ können Sie den Anzeigemodus der Events ändern, z.B. Liste, Monat, Woche oder Posterboard.

Okt
23
Mi
Märtyrer @ Deutsches Theater Göttingen, DT-2
Okt 23 um 20:00
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Von Marius von Mayenburg

Was tun, wenn ein Jugendlicher sich extremistischem Gedankengut hingibt? Benjamin Südel erklärt seinem verdutzen Sportlehrer eines Tages, dass der Schwimmunterricht mit Mädchen seine religiösen Gefühle verletzt. Seine alleinerziehende Mutter tut sein Verhalten als Scherz ab und glaubt an eine pubertäre Rebellionsphase. Doch Benjamin steigert sich immer mehr in seinen Glauben hinein und treibt die Erwachsenen mit seinen extremen Meinungen zur Evolutionstheorie, Homosexualität und der Stellung der Frau zur Verzweiflung. Seine Lehrerin Frau Roth versucht ihm zunächst auf Augenhöhe zu begegnen und ihre liberal-wissenschaftliche Lebenshaltung gegen ihn zu verteidigen. Doch sie verliert sich im Kampf mit dem Schüler und wird am Ende selbst zur Märtyrerin der säkularen Weltsicht. Mit dieser Versuchsanordnung fragt Marius von Mayenburg nach den Grenzen unserer liberalen Gesellschaft und zeichnet den Konflikt zwischen dem Glauben an einen Gott und dem Glauben an die Wissenschaft. In einer entzauberten Welt begehrt ein junger Mann auf, indem er zum Glauben findet und im Namen des Christentums einen Kreuzzug gegen Mitschüler, Lehrer und Eltern führt, der selbst vor einem Mord nicht haltmacht.

Marius von Mayenburg
Marius von Mayenburg, 1972 in München geboren, ist Regisseur, Dramaturg und Hausautor an der Berliner Schaubühne. Er studierte zunächst Altgermanistik in München, zog dann 1992 nach Berlin, wo er von 1994 bis 1998 an der Hochschule der Künste das Fach Szenisches Schreiben belegte. 1997 erhielt er den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik für sein Stück »Feuergesicht« und 1998 den Preis der Frankfurter  Autorenstiftung. Seine Werke sind in über 30 Sprachen übersetzt worden und werden in der ganzen Welt gespielt.

Premiere: 06.06.2019

Glück @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X
Okt 23 um 20:30

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Komödie von Eric Assous | Deutsch von Kim Langner

Sie haben sich zufällig kennengelernt, einen Abend miteinander verbracht, Louise und Alexandre. Dann kam der Drink auf dem Nachhauseweg und die gemeinsame Nacht. Eine ganz normale romantische Geschichte zweier Liebenden. Wie alle sie kennen. Aus jungen Jahren. Doch Louise und Alexandre sind beide über 60. Offenheit und Neugierde haben sie sich erhalten, aber natürlich sind sie von ihren Erfahrungen geprägt und die bringen das frisch gebackene Paar in weniger romantische, unbedarfte Konflikte, die von schneidender Schärfe, vor allem aber auch von unfreiwilliger Komik sind. Die Sehnsucht nach einer Glück bringenden Beziehung treibt sie an. Doch wie viel zu berichten ist gut? Was sollte besser verschwiegen werden? Wie geht das überhaupt mit einer gut gehendenden Beziehung? Es kommt zu unzähligen Missverständnissen: Der Single Alexandre versucht zu verheimlichen, dass die Scheidung von seiner Ehefrau, mit der er drei Kinder hat, ganz frisch ist. Die ebenfalls geschiedene Louise behauptet eine Unabhängigkeit, die in Inbesitznahme umschlägt. Alexandre hat ein kurzes Verhältnis mit einer jungen Kellnerin in seinem Restaurant. Louise mit einem Kellner im selben Etablissement. Er ist ständig mit der Organisation seines Betriebs beschäftigt, während sie als Kinderbuchautorin im Streit mit ihrem Verleger ist. Zu viele Konfliktherde befeuern ihr Kennenlernen und Zueinanderkommen. Doch Humor und Ausdauer in der Konfrontation bringen die beiden dahin, wonach sie sich sehnen: das Glück!

 

Eric Assous
Eric Assous wurde 1956 in Tunis geboren und lebt seit 1974 in Frankreich. Er startete seine Karriere als Drehbuchautor, führte selbst bei einigen Filmen Regie und schrieb knapp zehn Theaterstücke, die in Frankreich zu regelrechten Kassenschlagern wurden. Seit 2007 wendet sich Assous wieder vorrangig dem Drehbuchschreiben zu, ist aber dem Theater nicht abhanden gekommen. In der letzten Spielzeit hatte seine virtuose Komödie »Unsere Frauen« über die Nöte und Bedürfnisse von Männern in Beziehungen im DT–X Keller Premiere.

Okt
24
Do
Vögel @ Deutsches Theater Göttingen, DT-1
Okt 24 um 19:45
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Von Wajdi Mouawad
Aus dem Französischen von Uli Menke

In einer amerikanischen Universitätsbibliothek verlieben sich Wahida und Eitan ineinander. Sie Amerikanerin arabischer Abstammung, er Deutscher und jüdischen Glaubens. Sie promoviert über einen mittelalterlichen arabischen Diplomaten, der unter Zwang zum Christentum konvertierte, er studiert Genetik. Für sie spielt sich das Leben in einem Kontinuum von Erfahrung ab, für ihn ist es eine Aneinanderreihung von Zufällen. Auf einer gemeinsamen Reise in den Nahen Osten werden
sie Opfer eines Attentats, bei dem Eitan schwer verletzt wird. Seine herbeigeeilte Familie bringt aber nicht nur Trost ans Krankenbett, mit ihr treten all jene Probleme zutage, die eine Liebe über die Grenzen zweier verfeindeter Kulturen mit sich bringt. Das junge Paar, das sich bisher unangefochten in einer globalisierten akademischen Welt bewegte, entdeckt, dass sich das Leben nicht nur im hier und jetzt abspielt. Sie realisieren, dass es Bindungen gibt, die weit in die Vergangenheit
reichen und zerstörerische Kräfte freisetzen können.

Mouawad schrieb eine moderne Version von »Romeo und Julia«, in der die Liebenden sich nicht mehr gegen atavistische Familienclans behaupten müssen. Seinem Liebespaar stellt ich in einer scheinbar grenzenlosen Welt die Frage, ob man der eigenen Geschichte entfliehen kann und soll.

Wajdi Mouawad
Im Libanon geboren (1968), floh Wajdi Mouawad im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Frankreich, das ihnen 1983 das Bleiberecht entzog. Die Familie zog weiter nach Kanada, das so zur Heimat für einen der spannendsten Theatermacher der Gegenwart wurde. Er gründete eine eigene Gruppe, wurde Theaterleiter und schlug schließlich wieder einen Bogen über den Atlantik mit der Gründung eines kanadisch-französischen Theaterprojekts, mit dem er seine Stücke entwickelt.
Seit 2016 ist Mouawad als Leiter des Théâtre national de la Colline zurück in Paris. In seinen Werken treffen die Kulturen des Orients, der Alten und der Neuen Welt aufeinander und eröffnen neue poetische Räume.

Iphigenie auf Tauris @ Deutsches Theater Göttingen, DT-2
Okt 24 um 20:00

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Von Johann Wolfgang von Goethe

Iphigenie ist eine Fremde auf Tauris. Sie kann sich der neuen Kultur, in der sie lebt, nicht anpassen und sehnt sich zurück nach Griechenland, wo sie einst von der Göttin Diana vor dem Opfertod gerettet und als Priesterin nach Tauris gebracht wurde. Auf Tauris herrscht König Thoas, den Iphigenie dazu überredete, die uralte barbarische Sitte auszusetzen, nach der jeder Fremde im Tempel der Göttin geopfert werden muss. Als aber Iphigenie den Heiratswunsch des Königs ablehnt, demonstriert er seine Macht, indem er das grausame Opferritual wieder einführt. An dem Fremden, der von den Soldaten des Königs gefangengenommen wurde, will der gekränkte Thoas ein Exempel statuieren. In dem zum Tode verurteilten Mann erkennt Iphigenie ihren Bruder Orest. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, um von der Insel in das geliebte Griechenland zu fliehen. Doch Iphigenie bringt es nicht übers Herz, Thoas zu hintergehen. Sie enthüllt ihm den Fluchtplan und legt damit ihr Schicksal und das ihres Bruders in Thoas’ Hände.

Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe, 1749 in Frankfurt am Main geboren, gilt als einer der bedeutendsten Dichter der deutschsprachigen Literatur. Seine Werke zählen bis heute zu den Meisterwerken der Weltliteratur. Er begann sein Jurastudium 1768 in Leipzig, das er aber wegen einer schweren Krankheit unterbrach und 1771 in Straßburg fortsetzte. Auf Einladung von Herzog Carl August zog er nach Weimar, wo er ab 1776 im Staatsdienst arbeitete und das Hoftheater leitete. Seine beiden Italienreisen (1786 bis 1788 und 1790), die er nach persönlichen und künstlerischen Krisen unternahm, empfand er als Wiedergeburt. Goethes Werk umfasst Lyrik,
Dramen, Epik, autobiografische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Er starb 1832 in Weimar.

Wer kocht, schiesst nicht @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X
Okt 24 um 20:30
Wer kocht, schiesst nicht @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X | Göttingen | Niedersachsen | Deutschland

Eine Satire von Michael Herl

»Ein Muss für alle Gourmets und für Gourmands, für Hobbyköche und für Profiköche, für Feinkosthändler und für Feinkostkäufer, für Metzger und für Vegetarier – und für alle mit Sinn für gutes Essen und bösen Humor. Eine gnadenlose Abrechnung mit allem, was mit Fast Food, Convenience-Produkten und Kochen ohne Zeit und Muße zu tun hat – gleichzeitig eine sensibel-sarkastische Beschreibung des Wahns um Kochen, Essen, Trinken, Denken, Handeln und Sein in modernen Zeiten.« Michael Herl

Mittlerweile spielte Ronny Thalmeyer den passionierten Hobbykoch Dr. Kögel bereits über 100 Mal!

 

Okt
25
Fr
Die Tragödie des Macbeth @ Deutsches Theater Göttingen, DT-1
Okt 25 um 19:45
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Von William Shakespeare
Deutsch von Thomas Brasch

Heerführer Macbeth kehrt siegreich aus der Schlacht zurück. Er hat nicht nur das feindliche Heer des norwegischen Königs, sondern auch den abtrünnigen Thane of Cawdor geschlagen; die Gunst seines Königs, Duncan von Schottland, ist ihm also gewiss. Doch auf Macbeth wartet viel mehr als die Würdigung durch den König und die Übernahme von Amt und Würden des besiegten Rebellen: Ihm winkt die Königskrone selbst. So sagt es zumindest die Prophezeiung der drei Hexen, die Macbeth und seinem Freund Banquo auf der Heide erscheinen. Diese Vorhersagung lässt Macbeth fortan nicht mehr los: In Versuchung geführt durch die Hexen und angestachelt von seiner ehrgeizgetriebenen Frau, Lady Macbeth, nimmt er sein Schicksal in die Hand. Er ermordet König Duncan und besteigt, wie prophezeit, den Thron. Mit der Macht der Königswürde ausgestattet, befällt Macbeth die Furcht, selbst Opfer einer Rebellion zu werden, und öffnet dem Wahnsinn Tür und Tor. Ist er noch immer Herr seiner selbst oder nur Spielball der Vorhersehung? Einmal in den Taumel des Schicksals geraten, kann Macbeth diesem nicht mehr entrinnen …

William Shakespeare
Das Leben des 1564 in Stratford-upon-Avon geborenen William Shakespeares liegt weitestgehend in geheimnisvollem Dunkel. Sein Werk hingegen gehört zu den größten der Weltliteratur. Laut Alexandre Dumas, habe Shakespeare – nach Gott – am meisten erschaffen. Der Bühnenkosmos, den er hervorbringt, ist ungeheuer, abgründig und so vielfältig, dass der Vergleich mit der ›Schöpfung‹ naheliegt. Sein »Macbeth« wird Shakespeares ›großen‹ Tragödien zugerechnet und oft als ›Tragödie des Ehrgeizes‹ bezeichnet.

Premiere 13.04.2019

Biografie: Ein Spiel @ Deutsches Theater Göttingen, DT-1
Okt 25 um 20:00
Biografie: Ein Spiel @ Deutsches Theater Göttingen, DT-1 | Göttingen | Niedersachsen | Deutschland

Von Max Frisch
Neue Fassung von 1984

Was macht eigentlich die eigene Biografie aus? Hat man das eigene Leben in der Hand oder ist es vielmehr bestimmt durch zufällige Ereignisse, auf die es zu reagieren gilt? Kann man sich neu erfinden und somit dem Lebenslauf eine andere Richtung geben? Diesen Fragen geht Max Frisch in »Biografie: Ein Spiel« nach. Das Theater wird zum Labor, in dem das Leben des todkranken Verhaltensforschers Hannes Kürmann einer Versuchsanordnung unterzogen wird: Unter Anleitung eines Spielleiters durchlebt Kürmann sein Leben noch einmal und darf an den Kreuzungen seines Lebensweges neu entscheiden, welche Richtung er einschlagen will. Doch obwohl er die Entscheidungen im Wissen um die vermeintlichen Fehlentscheidungen des gelebten Lebens trifft, ähnelt das zweite Leben dem ersten. Obwohl es seine unglücklich verlaufene Ehe ist, die ihn veranlasst am Spiel teilzunehmen, verliebt er sich erneut in seine Frau und folgt in der Beziehung den gewohnten Verhaltensmustern. Nur die Karriere verläuft wesentlich anders. Welche Kraft wirkt noch auf Kürmanns Biografie ein?

Max Frisch
Der Schweizer Max Frisch (1911-1991) spielte eine gewichtige Rolle in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Seine Stücke waren bis in die 70er-Jahre hinein omnipräsent auf den Spielplänen, nicht nur der deutschen Theater. Sein »Homo Faber« wurde von Volker Schlöndorff mit Sam Shepard und Julie Delpy in den Hauptrollen verfilmt. In seinen Romanen »Stiller« und »Mein Name sei Gantenbein« entwirft er postmoderne Figuren, lange bevor die Postmoderne erfunden wurde. Im Gegensatz zu seinem erzählerischen Werk, in dessen Zentrum die Auseinandersetzung mit dem ›Ich‹ steht, greifen seine Essays und Theaterstücke dezidiert politische Themen auf. In ihnen erweist sich Frisch durchaus als Moralist und Gesellschaftskritiker. Nach der erfolgreichen Inszenierung von »Biedermann und die Brandstifter« setzt sich das Deutsche Theater Göttingen erneut mit einem zentralen Werk Max Frischs auseinander.

Gespräch wegen der Kürbisse @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X
Okt 25 um 20:30

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Komödie von Jakob Nolte

Ach wie schön ist es eine gute alte Freundin wieder zu treffen. Anna und Elisabeth, die sich lange nicht mehr gesehen haben, erzählen aus ihrem Leben, tratschen, singen, lügen und versuchen das Gegenüber möglichst tief zu verletzen. Und da die zwei sich sehr gut kennen, wissen sie auch genau, wo es bei der anderen weh tut. Macht der Wind in den Hohlräumen von Kürbissen ein Geräusch? Hat sich Annas Vater in China von einem Hochhaus gestützt? Arbeitet Elisabeth an einer Kanone, die die Leichen von Flüchtlingen ins All schießt oder ist es eine Massenvernichtungswaffe? Jakob Nolte führt zwei Frauen in einem grotesken und hysterisch-komischen Streifzug durch persönliche und weltpolitisch relevante Themen an die Grenzen ihrer Freundschaft und an die Abgründe ihrer Lebenslügen. Denn sich selbst kann man problemlos belügen, aber die beste Freundin durchschaut einen sofort.

Jakob Nolte
Jakob Nolte wurde 1988 in Barsinghausen am Deister geboren. Er studierte Szenisches Schreiben an der UDK Berlin. Mit Michel Decar gewann er 2013 den Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin für das gemeinsame Stück »Das Tierreich«, das bereits an über 15 Theatern zur Aufführung kam. Jakob Noltes Debütroman »ALFF« erschien 2015 auf Deutsch und Englisch beim digitalen Modellprojekt Fiktion sowie als Buch bei Matthes & Seitz Berlin. 2016 war er Stipendiat der Villa Kamogawa in Kyoto. »Gespräch wegen der Kürbisse« ist 2016 bei den Autorentheatertagen Berlin ausgezeichnet und uraufgeführt worden.

DT NachtBar @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X
Okt 25 um 22:30
DT NachtBar @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X | Göttingen | Niedersachsen | Deutschland

Die »DT NachtBar« ist das Late-Night-Format voller Überraschungen. Hier entspinnen sich unterschiedlichste Schnapsideen zu denen sich das Ensemble, die Regieassistent*innen und Mitarbeiter*innen des Deutschen Theater Göttingen monatlich austoben. Seid dabei und stoßt mit uns an!


Freitag, 27. September | 22.30 Uhr | Die erste NachtBar der Spielzeit 2019/20

 

Okt
26
Sa
Fabian @ Deutsches Theater Göttingen, DT-1
Okt 26 um 19:45
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Von Erich Kästner

Die große pulsierende Hauptstadt Berlin: hier lebt Fabian. In einer Agentur entwirft er Zigarettenwerbung und ventiliert Strategien. In der Zeitungsredaktion diskutiert er mit Freunden Schlagzeilen und Meldungen. In der Kneipe debattiert er über Machtverhältnisse und Politik. In Tanzlokalen und Ateliers flirtet er mit jungen Frauen. Im Kabarett lässt er sich von kuriosen Nummern unterhalten. Sein Leben ist prall. Fabian amüsiert sich und ist engagiert, er lässt sich verführen und hilft Bedürftigen, er ist interessiert, umtriebig und in Gesellschaftsdebatten  verwickelt. Doch erst als seine Mutter zu Besuch kommt und mit ihr das Gefühl von Vertrautheit ohne Anstrengung, er die Juristin Cornelia lieben lernt, sie sich aber trennen müssen und sein Freund Labude sich das Leben nimmt, beginnt er, die Leere seines rastlosen Tuns und Redens zu realisieren und findet kaum mehr Halt. Satiriker, der er war, schrieb Kästner einen überspitzten, grellen, beißenden Roman über ein prosperierendes, aber politisch und moralisch ins Wanken geratenes Deutschland. »Er wollte warnen. Er wollte vor dem Abgrund warnen, dem sich Deutschland und damit Europa näherten!«, erklärte der Autor 1957 zu seinem Roman 25 Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe. »Manhörte den Marktschreiern zu, die ihre Senfpflaster und giftige Lösungen anpriesen. Man lief den Rattenfängern nach, hinein in den Abgrund … Das vorliegende Buch, das großstädtische Zustände von damals schildert, ist kein Poesie- und Fotografiealbum, sondern eine Satire. Es beschreibt nicht, was war, sondern es übertreibt. Der Moralist pflegt seiner Epoche keinen Spiegel, sondern einen Zerrspiegel vorzuhalten. Die Karikatur, ein legitimes Kunstmittel, ist das Äußerste, was er vermag. Wenn auch das nicht hilft, dann hilft überhaupt nichts.«

Erich Kästner
Der 1899 in Dresden geborene Erich Kästner wollte zunächst Lehrer werden, begann aber schon früh, als Journalist zu arbeiten und Gedichte zu veröffentlichen. Seine schriftstellerische Tätigkeit führte ihn nach Berlin, wo seine wohl bekanntesten Bücher »Emil und die Detektive«, »Das fliegende Klassenzimmer« und »Pünktchen und Anton« entstanden. Nach dem zweiten Weltkrieg zog er nach München, wo er schließlich 1974 starb.

Premiere 16.03.2019

Okt
27
So
28. Göttinger Literaturherbst: Oskar Negt und Gerhard Steidl – Erfahrungsspuren @ Deutsches Theater Göttingen, DT-2
Okt 27 um 11:15

Oskar Negt und Gerhard Steidl: Der eine ist unbestritten einer der bedeutendsten Sozialwissenschaftler unserer Zeit, der andere ein weltweit erfolgreicher Verleger und laut dem jüngst verstorbenen Modezaren Karl Lagerfeld der »beste Drucker der Welt«. Bei eben diesem »Drucker« liegt das Werk des 85-jährigen Gelehrten Negt in einer umfassenden 20-bändigen Gesamtausgabe vor. Erweitert wurde sie inzwischen um die zweite autobiographische Schrift „Erfahrungsspuren“ (Steidl 2019). Gerhard Steidl besuchte in den 1970er Jahren mit Begeisterung Negts legendäre Vorlesungen an der Universität Hannover. Zusammen erkunden diese beiden so unterschiedlichen, einander wertschätzenden Männer Lebensund Erfahrungsspuren. Das Gespräch moderiert Stephan Lohr. In Kooperation mit dem Steidl Verlag. Fotos: Gerhard Steidl, Markus Jans

28. Göttinger Literaturherbst: Rufus Beck und Das Göttinger Symphonie Orchester – Von der Erde zum Mond @ Deutsches Theater Göttingen
Okt 27 um 15:00

1969 setzte Neil Armstrong als erster Mensch einen Fuß auf den Mond. Zum 50. Jahrestag dieses bahnbrechenden Ereignisses tritt der charismatische Stimmenmagier und Schauspieler Rufus Beck die Reise „Von der Erde zum Mond“ an: in einer großen literarischmusikalischen Bühnenshow, frei nach Jules Vernes Roman. Mehr als 100 Jahre vor Apollo 11 hatte der französische Autor auf spektakuläre Weise Details der bemannten Raumfahrt voraus gesagt. Rufus Becks Bühnenadaptation des Science-Fiction Klassikers ist eine schauspielerische Tour de Force der Extra klasse, in der Beck alle Rollen spielt. Unter der Leitung des amerikanischen Dirigenten Jason Weaver liefert das Göttinger Symphonie Orchester den passgenauen Soundtrack. Gefördert von der AKB Stiftung. In Kooperation mit dem Göttinger Symphonie Orchester und dem Deutschen Theater Göttingen. Foto: Jonathan Beck

28. Göttinger Literaturherbst: Herta Müller – Im Heimweh ist ein blauer Saal @ Deutsches Theater Göttingen
Okt 27 um 19:00

»Ich stehe (wie so oft) auch hier neben mir selbst.« So begann Herta Müller ihre Tischrede nach der Verleihung des Literaturnobelpreises in Stockholm 2009. Andere mögen von Identität reden, Herta Müller wusste immer schon: Mit sich selbst allzu einig zu sein, wird schnell gefährlich. Aus dem Zweifel entsteht die bessere Literatur. Seit bald vier Jahrzehnten beweisen dies ihre zahlreichen Romane und Essays. Sprachlich stets eindringlich und intensiv, thematisch immer relevant. Ihre Collagen, ursprünglich schlicht als geistreiche Alternative zur Urlaubspostkarte gedacht, haben sich längst als Kondensat ihrer Prosa erwiesen. Und für sie selbst zur wiederkehrenden Aufgabe: »Überall haben Wörter gewartet, ich habe sie nur ausschneiden müssen.« Ihren neuen Collagen-Band „Im Heimweh ist ein blauer Saal“ (Hanser 2019) präsentiert sie gemeinsam mit Ernest Wichner. Gefördert vom Auswärtigen Amt. Foto: Stephanie von Becker

28. Göttinger Literaturherbst: Peter Simonischek und Michael König lesen Thomas Bernhards Städtebeschimpfungen @ Deutsches Theater Göttingen
Okt 27 um 21:00

»Großmeister des Hasses«, so zeichnete jüngst die ZEIT den Dramatiker Thomas Bernhard aus. Und dieser machte auch vor Städten nicht Halt. Die gesammelten „Städtebeschimpfungen“ (Suhrkamp 2016) sind ein genüsslicher Hassregen: Von Augsburg über Neapel bis Wien hatte Bernhard ausschließlich entlarvende Fiesheiten in petto. Das furiose Duo aus Toni-Erdmann-Darsteller Peter Simonischek und seinem Kollegen am Wiener Burgtheater Michael König schimpfen an diesem Abend, bis die Ohren schlackern. Für das Hörbuch Städtebeschimpfungen wurden die beiden bereits mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2018 ausgezeichnet. Fotos: Xenia Hausner, privat

Okt
28
Mo
Enigma @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X
Okt 28 um 20:30
Enigma @ Deutsches Theater Göttingen, DT-X | Göttingen | Niedersachsen | Deutschland

Eric-Emmanuel Schmitt
Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker

Auf einer einsamen norwegischen Insel findet ein explosives Treffen zweier sehr ungleicher Männer statt: Abel Znorko, gefeierter Autor und Literaturnobelpreisträger, hat sich hier in die Einöde zurückgezogenm, um dem Medienrummel um seine Person zu entkommen. Dass er ausgerechnet dem Lokaljournalisten Erik Larsen ein Interview gewährt, verwundert zunächst, vor allem, weil er den Gast mit knapp verpassten Schüssen begrüßt. Das Interview mit dem überheblich-arroganten Gastgeber dreht sich um Znorkos neuen Bestseller, ein scheinbar fiktiver Briefroman, der hinreißende Liebesbriefe enthält. Larsens Fragen kommen immer wieder auf die fiktive Liebhaberin aus dem Roman zurück und obwohl Znorko mit seiner herablassenden Art versucht eine intellektuelle Übermacht zu demonstrieren, lässt dieser sich nicht einschüchtern. Das Gespräch entwickelt sich in eine Richtung, die bald offenlegt, dass die zwei Männer ebenbürtiger sind, als es zunächst vermuten lässt und dass sie dunkle Geheimnisse haben, die ihrer beider Vergangenheit verbindet.

Okt
29
Di
Was ihr wollt @ Deutsches Theater Göttingen, DT-1
Okt 29 um 19:45

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Von Wiliam Shakespeare
Deutsch von Thomas Brasch

Der Schiffbruch der Zwillinge Viola und Sebastian ist Auslöser für ein seltsames Verwirrspiel: Viola strandet im unbekannten Illyrien und hält den Bruder für ertrunken. Auf sich gestellt, beschließt sie, als Bote für den Grafen Orsino zu arbeiten, schlüpft dazu in Männerkleidung und nennt sich fortan Cesario. In dieser Rolle übermittelt sie die Liebesbriefe des Grafen an dessen verehrte Olivia. Dies stellt sich als vergebliche Liebesmüh heraus, denn sie trauert eigentlich um ihren verstorbenen Bruder. Als der junge Bote mit den herzoglichen Liebesbotschaften auftaucht, kann Olivia aber dennoch ihr Herz für den Neuankömmling erweichen.
Doch auch sie stößt nicht auf gegenseitiges Interesse – Viola, immer noch als Cesario in Männerkleidung, entwickelt Gefallen an dem Grafen Orsino. Die Gefühlslage der weiteren Personen am illyrischen Hofe ist nicht minder vertrackt. Der Ritter Andreas Bleichenwang und Olivias Onkel Tobias Rülps feiern wilde Gelage oder blamieren den Verwalter Malvolio mit gefälschten Liebeserklärungen. Shakespeare lässt in seiner Verwechslungskomödie die hormonelle Gemengelage kunstvoll
explodieren. Jeder scheint verliebt zu sein und alle sind getrieben von ihren tiefsten Sehnsüchten. Neben einer unschlagbaren Komik stellt das Stück an seine Figuren somit existenzielle Fragen nach Identität, Sexualität, Irrsinn und Gewalt.

William Shakespeare
Der im elisabethanischen England des 16. Jahrhunderts wirkende William Shakespeare gehört zu den bedeutendsten Autoren der Weltgeschichte. So ewig sein Ruhm auch währt, so mysteriös scheint sein Leben. Er belieferte das Globe Theatre in London mit einer ungeheuren Anzahl von Stücken, die sowohl als Komödie als auch als Tragödie ihresgleichen suchten. Fest steht, dass auch heute kaum ein Autor öfter die Bühne erobert als Shakespeare. Ob »Macbeth«, »Romeo und Julia« oder »Was ihr wollt« – auch wenn um die Person des Autors wenig bekanntist, seine Stücke leben ewig.

Iphigenie auf Tauris @ Deutsches Theater Göttingen, DT-2
Okt 29 um 20:00

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Von Johann Wolfgang von Goethe

Iphigenie ist eine Fremde auf Tauris. Sie kann sich der neuen Kultur, in der sie lebt, nicht anpassen und sehnt sich zurück nach Griechenland, wo sie einst von der Göttin Diana vor dem Opfertod gerettet und als Priesterin nach Tauris gebracht wurde. Auf Tauris herrscht König Thoas, den Iphigenie dazu überredete, die uralte barbarische Sitte auszusetzen, nach der jeder Fremde im Tempel der Göttin geopfert werden muss. Als aber Iphigenie den Heiratswunsch des Königs ablehnt, demonstriert er seine Macht, indem er das grausame Opferritual wieder einführt. An dem Fremden, der von den Soldaten des Königs gefangengenommen wurde, will der gekränkte Thoas ein Exempel statuieren. In dem zum Tode verurteilten Mann erkennt Iphigenie ihren Bruder Orest. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, um von der Insel in das geliebte Griechenland zu fliehen. Doch Iphigenie bringt es nicht übers Herz, Thoas zu hintergehen. Sie enthüllt ihm den Fluchtplan und legt damit ihr Schicksal und das ihres Bruders in Thoas’ Hände.

Johann Wolfgang von Goethe
Johann Wolfgang von Goethe, 1749 in Frankfurt am Main geboren, gilt als einer der bedeutendsten Dichter der deutschsprachigen Literatur. Seine Werke zählen bis heute zu den Meisterwerken der Weltliteratur. Er begann sein Jurastudium 1768 in Leipzig, das er aber wegen einer schweren Krankheit unterbrach und 1771 in Straßburg fortsetzte. Auf Einladung von Herzog Carl August zog er nach Weimar, wo er ab 1776 im Staatsdienst arbeitete und das Hoftheater leitete. Seine beiden Italienreisen (1786 bis 1788 und 1790), die er nach persönlichen und künstlerischen Krisen unternahm, empfand er als Wiedergeburt. Goethes Werk umfasst Lyrik,
Dramen, Epik, autobiografische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Er starb 1832 in Weimar.

Okt
30
Mi
Märtyrer @ Deutsches Theater Göttingen, DT-2
Okt 30 um 20:00
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Von Marius von Mayenburg

Was tun, wenn ein Jugendlicher sich extremistischem Gedankengut hingibt? Benjamin Südel erklärt seinem verdutzen Sportlehrer eines Tages, dass der Schwimmunterricht mit Mädchen seine religiösen Gefühle verletzt. Seine alleinerziehende Mutter tut sein Verhalten als Scherz ab und glaubt an eine pubertäre Rebellionsphase. Doch Benjamin steigert sich immer mehr in seinen Glauben hinein und treibt die Erwachsenen mit seinen extremen Meinungen zur Evolutionstheorie, Homosexualität und der Stellung der Frau zur Verzweiflung. Seine Lehrerin Frau Roth versucht ihm zunächst auf Augenhöhe zu begegnen und ihre liberal-wissenschaftliche Lebenshaltung gegen ihn zu verteidigen. Doch sie verliert sich im Kampf mit dem Schüler und wird am Ende selbst zur Märtyrerin der säkularen Weltsicht. Mit dieser Versuchsanordnung fragt Marius von Mayenburg nach den Grenzen unserer liberalen Gesellschaft und zeichnet den Konflikt zwischen dem Glauben an einen Gott und dem Glauben an die Wissenschaft. In einer entzauberten Welt begehrt ein junger Mann auf, indem er zum Glauben findet und im Namen des Christentums einen Kreuzzug gegen Mitschüler, Lehrer und Eltern führt, der selbst vor einem Mord nicht haltmacht.

Marius von Mayenburg
Marius von Mayenburg, 1972 in München geboren, ist Regisseur, Dramaturg und Hausautor an der Berliner Schaubühne. Er studierte zunächst Altgermanistik in München, zog dann 1992 nach Berlin, wo er von 1994 bis 1998 an der Hochschule der Künste das Fach Szenisches Schreiben belegte. 1997 erhielt er den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik für sein Stück »Feuergesicht« und 1998 den Preis der Frankfurter  Autorenstiftung. Seine Werke sind in über 30 Sprachen übersetzt worden und werden in der ganzen Welt gespielt.

Premiere: 06.06.2019

Okt
31
Do
Praxis Dr. Müller-Wohlfühl @ Deutsches Theater Göttingen, DT-2
Okt 31 um 20:00

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Lieder für das Leben

Dr. Müller-Wohlfühl bittet in seine Praxis, um die großen und kleinen Schmerzen zu lindern. Und da bekanntlich Musik die beste Medizin ist, verabreicht er diese in stärkender Dosierung. Zur Seite stehen ihm dabei 14 Schauspieler*innen mit Liedern für das Leben.

Der Abend bietet einen ersten Ausblick auf die kommende Theatersaison 2019/20, in der Schauspieler*innen in unterschiedlichster Besetzung regelmäßige Liederabende geben werden.

Besetzung

  • ensemble

    Andrea Strube

  • ensemble

    Angelika Fornell

  • ensemble

    Benjamin Kempf

  • ensemble

    Christina Jung

  • ensemble

    Christoph Türkay

  • ensemble

    Daniel Mühe

  • ensemble

    Dorothée Neff

  • ensemble

    Florian Eppinger

  • ensemble

    Gerd Zinck

  • ensemble

    Gregor Schleuning

  • ensemble

    Marco Matthes

  • ensemble

    Mirjam Sommer

  • ensemble

    Nikolaus Kühn

  • ensemble

    Rebecca Klingenberg

  • ensemble

    Marius Ahrendt

Nov
1
Fr
Vögel @ Deutsches Theater Göttingen, DT-1
Nov 1 um 19:45
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Von Wajdi Mouawad
Aus dem Französischen von Uli Menke

In einer amerikanischen Universitätsbibliothek verlieben sich Wahida und Eitan ineinander. Sie Amerikanerin arabischer Abstammung, er Deutscher und jüdischen Glaubens. Sie promoviert über einen mittelalterlichen arabischen Diplomaten, der unter Zwang zum Christentum konvertierte, er studiert Genetik. Für sie spielt sich das Leben in einem Kontinuum von Erfahrung ab, für ihn ist es eine Aneinanderreihung von Zufällen. Auf einer gemeinsamen Reise in den Nahen Osten werden
sie Opfer eines Attentats, bei dem Eitan schwer verletzt wird. Seine herbeigeeilte Familie bringt aber nicht nur Trost ans Krankenbett, mit ihr treten all jene Probleme zutage, die eine Liebe über die Grenzen zweier verfeindeter Kulturen mit sich bringt. Das junge Paar, das sich bisher unangefochten in einer globalisierten akademischen Welt bewegte, entdeckt, dass sich das Leben nicht nur im hier und jetzt abspielt. Sie realisieren, dass es Bindungen gibt, die weit in die Vergangenheit
reichen und zerstörerische Kräfte freisetzen können.

Mouawad schrieb eine moderne Version von »Romeo und Julia«, in der die Liebenden sich nicht mehr gegen atavistische Familienclans behaupten müssen. Seinem Liebespaar stellt ich in einer scheinbar grenzenlosen Welt die Frage, ob man der eigenen Geschichte entfliehen kann und soll.

Wajdi Mouawad
Im Libanon geboren (1968), floh Wajdi Mouawad im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Frankreich, das ihnen 1983 das Bleiberecht entzog. Die Familie zog weiter nach Kanada, das so zur Heimat für einen der spannendsten Theatermacher der Gegenwart wurde. Er gründete eine eigene Gruppe, wurde Theaterleiter und schlug schließlich wieder einen Bogen über den Atlantik mit der Gründung eines kanadisch-französischen Theaterprojekts, mit dem er seine Stücke entwickelt.
Seit 2016 ist Mouawad als Leiter des Théâtre national de la Colline zurück in Paris. In seinen Werken treffen die Kulturen des Orients, der Alten und der Neuen Welt aufeinander und eröffnen neue poetische Räume.