Die Zeiten sind schräg: Donald Trump kaspert sich durchs Amt, Erdogan bekommt den Friedensnobelpreis und Markus Söder wird Vorsitzender – der bayerischen AfD. Hollari-hüttüüüü! Frau von Anklang will ein Elektro-Auto, Herr Breiing will mehr PS. Sie ist Vegetarierin, er will seine tägliche Blutwurst. Sie ist Organspenderin, er spendet bestenfalls seine Hühneraugen. Einig sind sie sich nur bei der Erneuerung vom ARSCH, dem Asyl-Recht-SCHnellverfahren. Dabei gleicht die Mimik von Andreas Breiing einem Mr. Bean, während Tanz und Gesang der Frau von Anklang an Corti und die Callas erinnern. Mit Witz und Scharfsinn ziehen sie durch die Republik und lästern über Politik und Gesellschaft. Beiden gemein sind insgesamt 16 Kleinkunstpreise, die bissigen, premium-recherchierten Texte sowie der Jubel des Publikums.„Humoristisch, musikalisch und schauspielerisch auf höchstem Niveau verdient dieser Abend das Prädikat: Sehr empfehlenswert!“ Rheinische Post
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Preise: 17,00 Euro / erm. 10,00 Euro / Semester-Kulturticket / Azubi-Kulturticket
Tickets für die Veranstaltung sind bei allen Vorverkaufsstellen sowie online bei Reservix erhältlich. Vorverkauf im Apex: Mittwoch bis Freitag, 15 – 18 Uhr, Samstag, 11 – 14 Uhr. Kartentelefon: 0551 – 46 88 6. E-Mail: info@apex-goe.de
Leider ist der Obere Veranstaltungsraum nicht barrierefrei. Wir versuchen aber, behinderten Menschen den Besuch der Veranstaltungen im Apex zu ermöglichen. Bitte melden Sie sich im Vorfeld bei uns.

Eine fantastische Soulstimme, drei Instrumentalisten/innen, vier Temperamente, ein unverwechselbarer Klang. Die aus Grenada stammende Sängerin Sabrina Francis hat gemeinsam mit dem Pianisten Dieter Burkhalter, der Gitarristin Alesia Aird und dem Schlagzeuger Keane Jules eine der profiliertesten Formationen ihrer westindischen Heimat geschaffen: For The Love Of Music. Ihre Spezialität, die ihr beim heimischen wie dem internationalen Publikum eine besondere Popularität eingetragen hat: bestechend schöner Accoustic Soul, Popsongs voller heller, sanfter Klangfarben und weicher Rhythmen, weit entfernt von den Klischees karibischer Folklore und Reggea-Standards, musikalisch frischer Wind, eine Einladung, am Ende des Tages, die Seele baumeln zu lassen.
Nachdem der Mensch über Jahrmillionen den aufrechten Gang erlernte, hat er in wenigen Jahren den Rückschritt vollzogen. Stets über sein Smartphone gebeugt, irrt er durch die Welt. Wozu denken, wenn ein Algorithmus viel besser für mich entscheiden kann? Wozu Freiheit, wenn mir im virtuellen Dasein viel mehr Fenster offen stehen? Zu allem hat der vercloudete Mensch eine schnelle Meinung und was im Internet steht, das wird schon wahr sein. Mit einem „Gefällt mir“ auf der Maus und der Verbal-Keule im Gepäck formt er locker flockig aus dem kategorischen Imperativ einen obligatorischen Konjunktiv. Alles geht, nichts muss. Daumen hoch, Daumen runter. Und schnell noch ein Selfie im Circus Maximus der kurzen Launen. Willkommen in der Gesellschaft mit beschränkter Haltung!
15 Jahre Stummfilmbegleitung haben Spuren hinterlassen: musikalische Spuren die in einem kunterbunten Abendprogramm zu Gehör gebracht werden – nur diesmal: Ohne Stummfilm, eben „Einfach: Jentsch“. Der Jazz-Pianist hat längst den Horizont der Tastatur verlassen: Mal schlägt er auf über ihm hängende Becken, mal lässt er Flügelhorntöne erklingen, mal trommelt er auf diversen Percussion-Elementen – trotzdem sind die zusätzlichen Instrumente keine Fremdkörper, sondern fügen sich stimmungsvoll in die Eigenkompositionen. Dabei führt Jentsch mit Anekdoten und Hintergründigem kurzweilig und unterhaltsam durch einen Abend voller Lautmalereien. Eine Reise durch Jazz, Klassik und Funk. Ein Film ohne Leinwand. Einfach: Jentsch.
Robbi Pawliks Kultfigur Rudi Schaluppke steht seit zehn Jahren als Sozialarbeiter am Beckenrand der Gesellschaft. Der Mann in den weißen Shorts und dem gespannten T-Shirt ist aber nicht nur ein Spezialist für klare Ansagen, was die Hausordnung seines Feuchtbiotops betrifft, er hat auch sonst was zu melden. Neben lebensrettendem Unterricht im Überwasserbleiben und Abtauchen, erteilt er Badegästen aller sozialen Schichten gründliche Lektionen in Körper- und Sozialhygiene. Daneben erweist er sich als ein mit allen Wassern gewaschener Entertainer, legt die eine oder andere verbale Arschbomben hin und inszeniert zu groovigen Songs Poolpartys und Wasserballette unterm Sprungturm, die Ihresgleichen suchen und nichts, vor allem kein Auge, trocken lassen.
